Kreisjugendring Alb-Donau e.V.

EFD- Europäischer Freiwilligendienst > Erfahrungsberichte > Martin Musch in Irland


Das war Irland

 

Seit Ende Juli wohne ich nun schon in Waterford, einer kleinen Stadt im Südosten Irlands. Dort absolviere ich meinen EFD in einem Jugendzentrum, das hauptsächlich von Kindern aus finanziell schwachen Familien besucht wird. Das Programm startet nachmittags nach Schulschluss und ist sehr vielfältig: Gruppenspiele, Sport, Kochen, Malen und Basteln, sowie Tanz und Theater.

Natürlich ist es unmöglich bei allen Gruppen und Aktivitäten dabei zu sein, vor allem weil nebenher auch noch Aufgaben wie Planen,  Vorbereiten und Evaluation von Gruppenstunden zu erledigen sind. Das klingt jetzt im ersten Moment vielleicht nach enorm viel Arbeit und kaum Freizeit, aber das ist ganz und gar nicht der Fall. Es gibt genügend Arbeiter und Freiwillige im Jugendzentrum, sodass ich nie mehr als die vorgesehen 35 Stunden pro Woche arbeite.

Allgemein kümmert man sich hier sehr gut um mich, sodass bis jetzt keine Probleme  zwischen der Organisation und mir aufgekommen sind. Einerseits habe ich die Freiheit, größtenteils selbständig zu arbeiten, was einen hohen Lerneffekt mit sich bringt, andererseits bekomme ich trotzdem hilfreiche Tipps und die nötige Unterstützung.

Allerdings ist es mit Sicherheit nicht nur die Arbeit in der Organisation, die mir wertvolle Erfahrungen bringt. Mindestens genauso wichtig ist die freie Zeit, in der man Land, Leute und Kultur kennen lernt.

Mir fiel es erstaunlich leicht, neue Freunde zu finden. Das tolle daran ist, dass das nicht nur Iren sind, sondern Menschen aus aller Welt. Gerade diese internationale Mischung macht es noch viel interessanter. Wir sind oft zusammen in der Stadt oder der Umgebung unterwegs, machen gemeinsame Ausflüge, um so viel wie möglich von Irland zu erkunden und das Socialising im Pub kommt natürlich auch nicht zu kurz.

Selbstverständlich gab es hin und wieder auch mal Zeiten, in denen es mir nicht so gut ging. Vor allem die ersten Tage waren eine große Herausforderung. Ganz alleine in einem (noch) unbekannten Land mit ungewohnter Kultur und den anfänglich eher oberflächlichen Kontakten, sowie dem irischen Dialekt, mit dem ich zu Beginn so meine Schwierigkeiten hatte.

Diese kurze Phase der Unsicherheit (die meiner Meinung nach auch eine wichtige Erfahrung war) ging allerdings recht schnell vorbei. Dazu haben vor allem die vielen neuen Eindrücke und Erlebnisse beigetragen, durch die das Heimweh mehr und mehr verdrängt wurde. Bis ich mich hier in Irland vollständig eingelebt hatte und ein gewisser Alltag eingekehrt war, hat es allerdings doch gut 3 Monate gedauert.

Inzwischen kann ich auf einige tolle und unvergessliche Monate EFD in Irland zurückblicken, mit der Hoffnung, dass die noch verbleibende Zeit mindestens genauso toll und spannend wird.

 

Falls es dich interessiert, darfst du auch gerne mal auf meinem Blog (http://mein-efd-in-irland.blogspot.com/) vorbeischauen, in dem ich immer mal wieder von meinem Freiwilligendienst in Irland berichte.

 

Mit lieben Grüßen aus Waterford, Irland

Martin Musch