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Nach meinem Abitur im Sommer 2010 wollte ich (Maike Lichtblau) unbedingt raus aus Deutschland um etwas völlig Neues sehen und erleben zu können.
Seit Mitte Oktober wohne ich nun hier in Granada, Spanien.
Unter der Woche arbeite ich vormittags in der Fundacìon Docete Omnes – einer Organisation die sich u.a. mit behinderten Leuten beschäftigt.
Es gibt dort 4 verschiedene Workshops in denen die Behinderten malen, nähen, Papier recyceln und basteln können.
Meine Aufgabe ist es ihnen bei allem zu helfen, mit ihnen Spiele zu spielen, mit ihnen z.B. einen Ausflug auf einen nahegelegenen Markt zu machen oder ihnen beim Mittagessen zu helfen.
Hin und wieder werden auch größere Veranstaltungen, wie ein Weihnachtstheater oder eine Halloweenparty organisiert.
Ich wohne hier mit 4 anderen europäischen Freiwilligen aus Frankreich und der Türkei in einem eigenen Haus zusammen.
Wir verstehen uns sehr gut und machen auch viele Ausflüge um mehr von Spanien sehen zu können.
Am Wochenende gehen wir dann meistens in eine Tapasbar, schauen uns Flamenco an oder gehen Salsa tanzen.
Als ich hier ankam, war alles sehr ungewohnt für mich.
Ich hatte plötzlich völlig fremde Leute um mich herum, die ich nicht verstehen konnte, da ich anfangs überhaupt kein spanisch sprechen konnte.
Auch die Kultur war mir völlig fremd.
In Deutschland ist man es beispielsweise gewohnt, dass alles relativ schnell geht und man viel Wert auf Pünktlichkeit legt.
Hier macht man von 2 bis um 5 Uhr Siesta, d.h. die Läden haben in diesem Zeitraum geschlossen und man hat immer Zeit für ein kurzes Gespräch mit einem Fremden auf der Straße.
Nun habe ich mich schon ein bisschen eingelebt und ein wenig Alltag ist auch schon eingekehrt.
Ich freue mich auf die nächsten 2 Monate und habe schon viele Pläne um die restliche Zeit sinnvoll zu nutzen.
Nach meinem Freiwilligendienst will ich auf jeden Fall noch ganz viele andere Länder bereisen.
Der europäische Freiwilligendienst hat mir dazu Anlass gegeben, weil ich hier so viele motivierte Freiwillige aus ganz Europa kennenlernen durfte, die mir viel von der Kultur aus ihrem Land erzählt haben.
Maike Lichtblau |