Kreisjugendring Alb-Donau e.V.

Jugendschutzgesetz

Der Begriff "Jugendschutzgesetz" bezeichnet alle Maßnahmen, die dem Schutz der verschiedenen Interessen von Kindern und Jugendlichen dienen.

Zum Beispiel das Alkoholverbot für Jugendliche unter 16 Jahren, aber auch alle Maßnahmen, die die selbstständige Erkennung von Gefahren und das verantwortungsbewusste Handeln der Jugendlichen fördern, zählen dazu.

Seit einiger Zeit schreibt eben dieses Gesetz nun vor, dass alle Personen ab dem Alter von 14 Jahren, die in einem Verein Kinder und Jugendliche beaufsichtigen, betreuen, erziehen, ausbilden o.ä., ein erweitertes Führungszeugnis bei Ihrem Verein vorlegen müssen.

Warum ist das wichtig?
Der Staat will sicher gehen, dass alle Personen, die Kinder und Jugendliche betreuen, nicht vorbestraft sind. Im Gegensatz zum einfachen Führungszeugnis sind im erweiterten Führungszeugnis auch Vorstrafen wegen Straftaten, wie Verletzung der Fürsorge-und Erziehungspflicht, oder der sexuellen Selbstbestimmung, Misshandlung von Schutzbefohlenen und Verstoß gegen den Schutz der persönlichen Freiheit vermerkt.

Wer muss ein erweitertes Führungszeugnis beantragen?
Personen ab 14 Jahren, die...:

  • festangestellte Mitarbeiter/-innen im Jugendhilfebereich sind
    (z.B. Kindergarten, Sozialarbeit in Jugendhäsern)
  • als Ehren-/Nebenamtliche, bzw. freie Mitarbeiter auf Honorarbasis, Kinder und Jugendlichein in einem Verein beaufsichtigen, betreuen, erziehen, ausbilden, oder einen vergleichbaren Kontakt haben.

Wie beantrage ich das Führungszeugnis?
Das erweiterte Führungszeugnis muss persönlich mit Personalausweis oder Reisepass bei den Bürgerdiensten der jeweiligen Stadt, bzw. bei der Wohnsitzgemeinde beantragt werden. Ehrenamtliche bekommen das Führungszeugnis
kostenlos, wenn sie eine entsprechende Bestätigung ihres Vereins/Trägers bei den Bürgerdiensten vorlegen.

Wichtig zu wissen ist, dass ein Führungszeugnis zum Vorlagezeitpunkt nicht älter als drei Monate sein darf, ansonsten muss ein neues beantragt werden. Das Führungszeugnis gilt ab dem Vorlagetag maximal fünf Jahre, dann muss ein neues vorgelegt werden.